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Die Wundbettvorbereitung hat vier Komponenten, welche sich mit den verschiedenen pathophysiologischen Problematiken beschäftigen, die chronischen Wunden zugrunde liegen. Sie bietet die Möglichkeit zur Herstellung eines optimalen Wundmilieus.
Das TIME-Konzept, welches sich aus den englischen Anfangsbuchstaben der Komponenten zusammensetzt, wurde entwickelt. Es gibt uns die Möglichkeit, ein möglichst optimales Wundbett zu schaffen, und zwar anhand einer Verringerung von Wundödemen, optimalem Exsudatmanagement und einer Reduktion der bakteriellen Belastung. Werden auch die zugrunde liegenden intrinsischen und extrinsischen Faktoren, die sich auf die Wundheilungsstörung auswirken, berücksichtigt, so kann es zu einer raschen Wundheilung kommen.
Der TIME-Rahmen ist nicht starr zu verfolgen, sondern muss während des Heilungsprozesses immer wieder reflektierend betrachtet werden.
Entwicklung des TIME-Rahmens: 
Time-Prinzip
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Feuchtigkeitsgleichgewicht (M – Moisture balance) Der Nachweis, dass durch Feuchthaltung von Wunden eine beschleunigte Reepithelisierung erreicht werden kann, führte zur Entwicklung einer riesigen Auswahl an modernen Verbänden, die eine feuchte Wundheilung fördern. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Feuchthalten von Wunden bei fachgerechter Anwendung nicht zur Steigerung der Infektionsraten führt. Es steht auch noch nicht eindeutig fest, ob die modernen Verbände dadurch funktionieren, dass die Wundflüssigkeit mit der Wunde in Berührung bleibt. Ein Grund für diese Unsicherheit besteht darin, dass das Exsudat bei akuten und chronischen Wunden eine andere Zusammensetzung aufweist. In akuten Wunden finden sich vor allem vom Exsudat stimulierte Fibroblasten, Keratinozyten und Endothelzellen. Dagegen blockiert die Flüssigkeit aus chronischen Wunden die Zellproliferation und Angiogenese und enthält übermäßige Mengen an Matrix-Metallproteinasen (MMP), welche bei der Wundheilung eine Schlüsselrolle haben.
Förderung der Reepithelisierung (E – Epithelial (edge) advancement)
Zur optimalen Wundheilung gehört die Wiederherstellung eines intakten Epithelgewebes. Der Wundheilungsprozess der Epithelisierung kann aber durch mehrere Faktoren negativ beeinträchtigt werden. Flussdiagramm-Wundbettvorbereitung
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Abschließend ist festzuhalten, dass - Wundbettvorbereitung kein statisches Konzept ist, sondern ein dynamisches, das sich rasch weiterentwickelt.
- sie vier Komponenten umfasst, die die unterschiedlichen pathophysiologischen Problematiken berücksichtigen, welche bei chronischen Wunden vorliegen.
- die Wundbettvorbereitung nicht isoliert von der ganzheitlichen Wundbeurteilung gesehen werden darf. Die psychosozialen Bedürfnisse des Patienten sind ebenso umfassend zu beurteilen wie die zu Grunde liegenden Erkrankungen.
- wenn die Wundbettvorbereitung nach dem TIME-Prinzip angewandt wird und alle Elemente engagiert berücksichtigt, viele Wunden einen positiven Heilungsabschluss finden werden.
Link:
EWMA – Positionsdokument 2004 - Wundbettvorbereitung in der Praxis
Literatur: European Wound Management Association (EWMA). Position Document: Wound Bed Preparation in Practice. London: MEP Ltd, 2004. |