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last update: 22.06.2010

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Hautpflegemittel

Hautpflegemittel haben nicht nur die Aufgabe Schmutz zu entfernen, sondern sollen auch den natürlichen Schutzmechanismus der Haut aufrechterhalten oder ihn sogar verbessern. Sie beeinflussen also in erster Linie die Besiedlung durch schützende Bakterien, welche die Ausbreitung krankmachender Erreger eindämmen sollen und in zweiter Linie die Bildung einer Schicht aus Talg, Schweiß und deren Stoffwechselprodukte, welche die Barrierefunktion der Haut darstellen. Hautreinigung Wasser Wasser ist das wichtigste Reinigungsmittel bei der alltäglichen Reinigung unserer Haut. Sowohl für die normale als auch für die Altershaut ist Wasser das bewährteste Basismittel der Hautreinigung. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass nicht nur Schmutz sondern auch der biologische Hautschutz gelöst bzw. angegriffen werden. Zu lange Bäder weichen die Haut auf und lassen sie aufquellen. Bei der Hautreinigung mit Wasser ist kälteres Wasser besser als warmes, da es den Hydrolipidfilm weniger angreift.

 

  • Die ideale Wassertemperatur liegt bei 10 – 15 Grad unter der Körpertemperatur.
  • Problemzonen wie Achselhöhlen, Genitalbereich und Füße können Seifen oder Syndets beigesetzt werden.
  • Nach der Reinigung mit Wasser ist eine Nachfettung der Haut meistens notwendig, speziell bei Altershaut, da sie generell zu Trockenheit neigt.

Seifen

 

Seifen bestehen aus organischen Fettsäuren, Natrium- und Kaliumsalzen. Sie besitzen einen pH-Wert zwischen 8 bis 11. Gelöst in Wasser bewirken sie eine Reduzierung der Oberflächenspannung des Wassers und erhöhen die Benetzbarkeit der Haut. Dadurch löst sich der Schmutz besser als mit Wasser.

Einer Hautreinigung mit Seifenwasser muss immer eine Nachreinigung mit klarem Wasser folgen.

Nach einer Waschung mit Seife braucht die Normalhaut schon 2 Stunden um ihren natürlichen Säuregehalt wieder herzustellen.Die natürliche/automatische Nachfettung der Haut reicht meist nicht aus, deshalb sollte unbedingt nachgefettet werden.PH-neutrale Seifen sind für die Haut günstiger als normale Seifen.Seifen sollten eher bei Menschen mit fettiger Haut angewandt werden. Syndets Das Wort setzt sich aus synthetisch (künstlich hergestellt) und Detergenz (Reinigungmittel) zusammen. Es bezeichnet flüssige, waschaktive Substanzen und hat eine ähnlich wirkende Reinigungskraft wie Seife. Der pH-Wert bei diesen Produkten liegt zwischen 5 und 7, dadurch wird der Säureschutzmantel nicht so stark angegriffen. Syndets sind besser verträglich als SeifenBei trockener Haut und Altershaut muss trotzdem nachgefettet werden.Auf haut- oder schleimhautreizende Reinigungsmittel sollte verzichtet werden. Hautpflegemittel Hauptziel der Hautpflegemittel ist es, den schützenden Lipidfilm und den Feuchtigkeitsgehalt der Haut aufrechtzuerhalten bzw. die Defizite, die beim Reinigen der Haut entstanden sind, auszugleichen.


Moderne Hautpflegeprodukte müssen heutzutage eine große Reihe an Anforderungen erfüllen. Sie sollen hauttypgerecht, phasengerecht, pH-neutral, hydratisierend, rückfettend und hypoallergen sein, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

 

Es stehen für jeden individuellen Hautzustand verschiedenste Hautpflegeprodukte mit den verschiedensten Inhaltsstoffen zur Verfügung. Dank der vorgeschriebenen Volldeklaration bei Kosmetika ist es für jeden Menschen möglich, die enthaltenen Inhaltsstoffe zu erkennen und bei Bedarf zu meiden.


Wenn möglich, sollten die Produkte frei von Konservierungsstoffen, Parfüms und Farbstoffen sein. Einige Pflegemittel kommen nicht gänzlich ohne Konservierungsmittel aus, da diese der Haltbarmachung dienen und verhindern, dass sich Krankheitskeime in den Cremen oder Salben vermehren und somit Infektionen auslösen. Sofern diese Stoffe erforderlich sind, müssen sie auf ein Mindestmaß reduziert sein. Eine effektive und einfache Schutzmaßnahme vor eindringenden Keimen ist die Auswahl der Verpackung. Salben und Cremen werden nicht in Dosen und Tiegeln gelagert, sondern in Tuben und Flaschen mit kleinen Öffnungen. Es ist deutlich hygienischer, wenn die Entnahme der Salbe oder der Creme portionierbar und ohne Berührung des übrigen Inhalts möglich ist.

 

 

Beschreibung der einzelnen Hautpflegeprodukte

 

Öle

Öle eignen sich gut zum Lösen von Hautschuppen, zum Abtragen von trockenen, borkigen Belägen und dienen der Rückfettung der Haut. Sie sind in Dusch- und Badezusätzen zu finden und gewährleisten eine adäquate Pflege der trockenen Haut. Durch den Kontakt zwischen Öl und Wasser entsteht eine Emulsion, die sich wie ein Film über die Haut legt.

  • Nach dem Waschen oder Baden mit Ölzusätzen sollte die Haut nicht trocken gerubbelt sondern trocken getupft werden.

 

Puder

Hautpflege mit Puder wird nur mehr sehr selten verwendet. Puder ist außer Mode gekommen, da Puder austrocknend, kühlend und exsudataufnehmend wirkt. Außerdem hat Puder eine geringe Haftbarkeit und neigt in nässenden Arealen zur Verkrümelung.

  • Für normale Haut ungeeignet da es austrocknend wirkt

 

Lotionen

Lotionen sind eher leicht rückfettend. Die Basis besteht entweder aus einer O/W Emulsion wie z.B. Milch oder W/O Emulsion wie z.B. Butter.

  • Verwendung finden sie hauptsächlich bei normaler Haut.

 

Cremen

Cremen haben im Vergleich zu Salben einen deutlich höheren Wassergehalt. Sie kühlen und spenden Fett. Weiters sind sie besonders streichfähig und meist normal fettend. Ihre Basis besteht entweder aus W/O oder O/W.

  • Verwendung finden sie hauptsächlich bei normaler bis trockener Haut.

 

Salben
Salben bestehen aus einer fetten Grundlage, denn sie haben einen geringen Wasseranteil. Sie decken ab und helfen der Haut Feuchtigkeit zu speichern.

  • Verwendung finden sie hauptsächlich bei trockener bis sehr trockener Haut.

 

Wirk- und Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten

 

Man unterscheidet zweierlei Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten: die einen, die sich positiv auf die Haut auswirken und somit Gutes tun. Des Weiteren gibt es noch welche, die beigemengt werden müssen, da sie z.B. ein Produkt haltbar machen, jedoch nicht gut sind für die Haut und Allergien auslösen können.

 

Positive Inhaltsstoffe

 

  • Aloe vera - natürlicher Feuchthaltefaktor, beruhigt und entspannt die Haut

  • Avocadoöl - besteht zu 85% aus ungesättigten Fettsäureglyceriden, unterstützt die natürliche Barrierefunktion der Haut

  • Bienenwachs - Stabilisator, rückfettend

  • Bisabolol - Extrakt aus Kamille, wirkt hautberuhigend und entzündungshemmend

  • Ceramid - hautlipididentischer Zusatz, feuchtigkeitsbindend und entzündungshemmend

  • Dexpanthenol - biologisch aktiver Alkohol, wird im Körper in Vit. B5 umgewandelt, beruhigt entzündete Haut

  • Glycerin - dreiwertiger Alkohol, feuchtigkeitsbindend

  • Hyaluronsäure - NMF, Bestandteil des Bindegewebes

  • Jojobaöl - aus Früchten des Wüstenstrauches, flüssiges Wachs, stark hautfettend

  • Mandelöl - gut verträgliches Öl zur Hautfettung

  • Rosmarinöl - positive Hautfettung, antibakteriell

  • Omega Fettsäuren - zum Wiederaufbau der natürlichen Schutzmechanismen wie Hydrolipidfilm und epidermale Lipide

  • Urea - Harnstoff, juckreizstillend, antibakteriell, feuchtigkeitsbindend und entschuppend

  • Vitamin A - Förderung der Hautregeneration

  • Vitamin C - Radikalfänger, unterstützt die Hautregeneration, besonders effektiv in Verbindung mit Vitamin E

  • Vitamin E - besonders effektiv in Verbindung mit Vitamin C, dient zur Hautregeneration

  • Zink - kühlend, entzündungshemmend, schützt vor UV- Licht

 


Negative Inhaltsstoffe

 

Negative Inhaltsstoffe sind Stoffe, die unumgänglich bei der Produktion von Pflegeprodukten sind, jedoch ein hohes allergenes Potential haben. Dennoch sind sie nicht wegdenkbar, da sie die Produkte beispielsweise länger haltbar machen oder Keimen keine Chance zur Verbreitung geben. Sie müssen daher gezielt angewandt werden und auf ein Minimum reduziert werden, um das Allergierisiko so niedrig wie möglich zu halten.

 

Diese Stoffe sind:

  • Antibiotika

  • Metalle (Nickel, Chrom)

  • Konservierungsstoffe

  • Perubalsam, Arnika und Ringelblume

  • Salbengrundlagen (Schafswollfett – Lanolin)

  • Melkfett

  • Duftstoffe

 

Diese Stoffe können Allergien auslösen und sollten daher auf ein Minimum beschränkt sein.

 

Bei bekannten Allergien sollte unbedingt auf die Inhaltsstoffe geachtet werden.




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