Christian Balon
Die Hautoberfläche als Barriere Die Hautoberfläche besteht aus den in Abstoßung befindlichen, leicht anhaftenden Hornzellen des Stratum corneum. Dazwischen klaffen Spalten des oberflächlichen Anteils der Pars disjuncta. Unter starker Vergrößerung erkennt man, dass die Oberfläche der Haut nicht eben ist, sondern dass sie ein welliges Relief zeigt. Dieses Relief ist auch im zartesten Jugendalter erkennbar. Die Hornschicht (Stratum corneum) ist ein dünnes (ca. 10μm), reißfestes und fast völlig undurchlässiges Häutchen, das die Epidermis wie eine Plastikmembran überzieht. Sie ist in ihrer Gesamtheit Träger der Barrierefunktion. Die Hornschicht ist widerstandsfähig gegen physikalische und chemische Noxen (Säuren, weniger Laugen), jedoch relativ empfindlich gegen organische Lösungsmittel und Detergentien. Fettlösliche Substanzen dringen leichter in die Hornschicht ein als wasserlösliche Barrierefunktion und Penetration von Wirkstoffen. Die Barrierefunktion, die eine wesentliche Aufgabe in der Fernhaltung von schädlichen Fremdstoffen und Mikroorganismen erfüllt, hindert aber auch viele Wirkstoffe daran, in die Haut einzudringen.
Hydrolipidfilm Feuchtigkeitsgehalt Säureschutzmantel Bakterienbesiedelung |