Login:  

Passwort:  

   Eingeloggt bleiben
Passwort vergessen ? | Registrierung

Wichtige Infos

Donauuniversität Krems

Unilehrgang Wundmanagement ab 2011

modular aufgebautes Angebot mit unterschiedlichen Abschlussmöglichkeiten:

weitere Informationen


Praxisorientierte Empfehlung zur Behandlung kritisch kolonisierter und lokal infizierter Wunden mit Polihexanid
Weiterbildungen im Wundmanagement
Produktdatenbank Wundversorgung
Neu! ICW Wundkompendium

last update: 22.06.2010

Home arrow Wissen arrow Anatomie, Physiologie und Pathologie arrow Wundinfektion
Wundinfektion

Eine Wundinfektion ist in der Regel auf bakterielle Infektion zurückzuführen mit den Zeichen einer lokalen Entzündung. Bei weiterer Ausbreitung im Körper kann es zu einer Allgemeininfektion (Sepsis) mit Fieber und Schüttelfrost kommen. Wundinfektionen kommen häufig vor als posttraumatische Infektionen nach Verletzungen oder postoperativ im Krankenhaus.

Erreger
sind überwiegend Staphylokokken, seltener Streptococcus pyogenes und Clostridien. Immer mehr auch resistente gramnegative Bakterien, wie Pseudomonas aeruginosa, Proteus vulgaris und Enterobacter cloacae.

Epidemiologie
Eine optimale Wundversorgung ist unverzichtbar zur Vermeidung von Wundinfektionen. Viren sind kaum relevant. Pilze kommen ebenfalls selten vor. Bei Menschen mit einem vorliegenden diabetischen Fußsyndrom, können Pilzinfektionen jedoch schwerwiegende Folgen haben.

Übertragung
Sie erfolgt in der Regel durch Schmierinfektion, da eine Wunde einen idealen Nährboden für Erreger darstellt.

Klinik
Die infizierte Wunde zeichnet sich durch die klassischen Entzündungszeichen aus: Schmerz, Rötung, Überwärmung, Ödembildung, gesteigerte Exsudation und unangenehmen Geruch. Ziel muss es deshalb sein im Rahmen der Therapie, die Anzahl der Bakterien stark zu reduzieren, damit wieder ein Gleichgewicht zwischen der Immunabwehr und den Erregern entstehen kann.
Damit eine Wundinfektion zustande kommt, müssen eine Reihe von weiteren Bedingungen in Betracht gezogen werden. Anzahl und Art der Erreger und deren Virulenz. Wie ist der Zustand der Wunde (Taschenbildungen und Nekrosen in denen sich Erreger sammeln) und die Abwehrkraft des Betroffenen.

Diagnostik
Orientierende Hilfe bietet der Wundausstrich. Weitere diagnostische Unterstützung ist die Anlage einer Kultur mit der Erstellung eines Antibiogramms. Prinzipiell sollte jede eiternde Wunde bakteriologisch untersucht werden.

Therapie
Die wichtigste Maßnahme ist die mechanische Wundreinigung (Debridement) zur Entfernung sämtlicher Nekrosen und Beläge und eine lokale antiseptische Behandlung, eventl. in Kombination mit einer systemischen Antibiotikagabe.

Wundantiseptika und Lokalantibiotika können nur bei oberflächlichen Wunden die Infektion bekämpfen. Ausschlaggebend ist die richtige Einwirkzeit. Lokale antibiotische Therapie ist nicht mehr zu empfehlen, da eine Erhöhung der Resistenzrate vor allem bei nosokomialen Keime prolongiert wird.

Vorsorge

Die beste Prävention stellen einerseits eine fachgerechte Wundversorgung, andererseits eine starke Immunabwehr dar. Sie ist der beste Schutz gegen Wundinfektionen

Link
Das Problem der nosokomialen Infektionen und Antibiotikaresistenz 
(Robert Kochinstitut, 2007)


Literaturnachweis
Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie, (2007), http://www.infektionsnetz.at/InfektionenWundinfektionen.phtml




 covidien
 

 

 
 
 
Unsere Partner: