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Donauuniversität Krems

Unilehrgang Wundmanagement ab 2011

modular aufgebautes Angebot mit unterschiedlichen Abschlussmöglichkeiten:

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Praxisorientierte Empfehlung zur Behandlung kritisch kolonisierter und lokal infizierter Wunden mit Polihexanid
Weiterbildungen im Wundmanagement
Produktdatenbank Wundversorgung
Neu! ICW Wundkompendium

last update: 22.06.2010

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Prophylaxen & spezielle Pflegemaßnahmen

Prophylaxen haben hier einen besonderen Stellenwert, weil thermische Traumata ein außergewöhnlich komplexes und langwieriges Krankheitsbild darstellen.

 

Dekubitus/Lagerung


Lagerungstherapie gestaltet sich meist sehr schwierig aufgrund respiratorischer Probleme,
exponierten Verbrennungsarealen und massiver Schmerzen
Für Schwerbrandverletzte werden Spezialbetten wie Luftkissenbetten, Sandbetten oder
mehrlagige Schaumstoffmatratzen eingesetzt
Zusätzliche Weich – Hohllagerung von exponierten Arealen
Ziel der Lagerungen ist vor allem die Erhaltung der Gelenksbeweglichkeit, die Reduktion
Ödemen, die Vermeidung von Dekubitalulcera und die Unterstützung der Atemtherapie

 

Pneumonie

Beatmungstherapie
Inhalation
Bauchlagerung

Kontrakturen

Angepasstes Lagern und Fördern der Eigenbeweglichkeit
Krankengymnastische Therapie
Narbenbildung minimieren

 

Infektion

Aseptisches Vorgehen bei sämtlichen Pflegehandlungen:
Alle benötigten Materialien sollten steril sein wie z.B. Bettwäsche, Handschuhe,   
Arbeitskleidung, Waschschüssel, Saugunterlagen, Verbandsmaterial….
Einstichstellen:
Fixierung überprüfen (Nähte!)
Reinigung mit NaCl oder Desinfektionsmittel
Polyvidon-Jod-Gel oder –spray
Regelmäßige Abstrichentnahme und Antibiotikagabe lt. Antibiogramm
Genaue Beobachtung und Dokumentation des Hautzustandes


Augen


Bei Verdacht auf thermische Verletzung (gerötete Skleren, versengte Wimpern) Augenarzt kontaktieren
Augenpflege 6x/Tag mit NaCl 0,9% und Oleovit Salbe
Vermeidung von „Sekretseen“

 

Nase

Versengte Schleimhäute mit NaCl 0,9% reinigen und mit  Nasensalbe oder -öl versorgen
Bei Anlage der Silikonmagensonde durch die Nase auf Druckstellen achten, SMS ist meist am Nasenflügel nahtfixiert


Gesicht und Hals


Narbenbildung und Entstellung in diesem Bereich ist für den Betroffenen massiv belastend,
weshalb die Pflege dieser Körperpartien mit besonderer Sorgfalt erfolgen sollte
4-6x/Tag Reinigung mit NaCl 0,9% oder verdünnter Polyvidon-Jod-Lösung
Eincremen mit dexpanthenolhaltigen Fettsalben


Rehabilitation:


„Die Rehabilitation des Verletzten beginnt mit der Erstversorgung an der Unfallstelle“

Diese Worte haben bei kaum einer Verletzung eine so große Bedeutung wie für den Brandverletzten.
Nur eine frühzeitige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachgruppen (Intensivmedizin, Hygiene, Plastik, Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie, Orthopädietechnik…) und die Erstellung eines komplexen, strukturierten Therapiekonzepts garantieren ein zufrieden stellendes Outcome für schwerbrandverletzte Patienten.

  • Physiotherapeutische Behandlung: passive Bewegung der Gelenke ab 1.PTT, Mobilisation der transplantierten Areale ab 5.POT
  • Atemgymnastik, Gehtraining
  • Ergotherapie
  • Versorgung mit Kompressionsbandagen oder –anzügen nach Einheilung der Transplantate gegen Narbenbildung bzw. zur Reduktion hypertropher Narben
  • Psychorehabilitation und psychosoziale Betreuung
  • Rekonstruktive Chirurgie zur ästhetischen und funktionellen Verbesserung z.B. bei Kontrakturen
  • Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen

 




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