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Verbrennung (Combustio, Brandverletzung, Verbrennungstrauma) - ist eine durch thermische Einflüsse ausgelöste schwere Schädigung der Haut und Schleimhaut und zum Teil tiefer liegender Gewebe mit nachhaltiger Auswirkung auf den gesamten Organismus.
- bei einer Gewebstemperatur von etwa 60° C wird das Eiweiß der Körperzellen irreversibel zerstört.
- davon abzugrenzen ist die Kälteverbrennung, eine Sonderform der Erfrierung, die lokal mit der Verbrennung vergleichbare Schäden verursacht
Verbrühung
- Gewebeschädigung durch heiße Flüssigkeiten oder Dämpfe z.B. kochendes Wasser
Inhalationstrauma
- Akute lebensbedrohliche Störungen des respiratorischen Systems nach Explosions- oder Stichflammenverbrennungen. Einatmen im Moment der Hitzeeinwirkung führt zu Verbrennungen im Mund, Rachen, Kehlkopf und Trachealbereich
- kann zu einem toxischen Lungenödem führen, das auch noch nach Stunden auftreten kann
Verbrennungskrankheit
- Die systemischen Auswirkungen einer Verbrennung werden unter dem Begriff Verbrennungskrankheit zusammengefasst
- Ab etwa 20% verbrannter KOF (Körperoberfläche) bei Erwachsenen ist mit dem Auftreten der Verbrennungskrankheit zu rechnen (10% bei Kindern, 5% bei Säuglingen)
- Auslöser:
- Plasmaverlust
- Eiweißzerfallprodukte (Verbrennungstoxine)
- Salz –und Elektrolytmangel
- Schwere der Verbrennungskrankheit ist erheblich abhängig von der Versorgung in den ersten posttraumatischen Stunden
- Folge: Schwere Allgemeinreaktionen des Körpers wie:
- Kreislaufschock
- entzündliche Prozesse (SIRS, Sepsis)
- Katabolie, Blutgerinnungsstörungen, Immunsuppression
- Funktionsverlust anfänglich unbeteiligter Organe z.B.
- akutes Nierenversagen (ANV) durch Überschwemmung des Körpers mit toxischen Substanzen aus dem zerstörten Gewebe,
- Lungenversagen (ARDS) durch Hypovolämie und dadurch Zirkulationsstörungen in der kapillären Endstrombahn,
- schwerste bronchopulmonale Störungen bei Inhalationstrauma
- Diese Krankheit kann noch Tage bis Wochen nach dem Unfallereignis lebensbedrohliche Krisen auslösen.
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