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last update:17.09.2012

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Prävention des DFS
Paul Brodträger

Zur Reduktion der Prävalenz von Fußläsionen um bis zu 50% können fünf Eckpfeiler genannt werden (3)

  1. Schulung von Patienten, Familienangehörigen und Mitarbeitern des Gesundheitswesens
  2. Identifikation von Hochrisikopatienten
  3. Regelmäßige Inspektion und Untersuchung der Füße sowie des Schuhwerks
  4. Geeignetes Schuhwerk
  5. Behandlung sonstiger krankhafter Veränderungen des Fußes

 

Auf was sollte der Patient achten:

  • Untersuchen Sie täglich Ihre Füße, auf Blasen, Risse und Kratzer gründlich ab (eventuell mit einen Spiegel).
  • Untersuchen sie tgl. das Innere Ihrer Schuhe auf Fremdkörper, Nagelspitzen oder Falten des Futters.
  • Vermeiden Sie es, barfuss zu gehen. Gehen sie niemals barfuss auf heißem Sand, an Stränden oder in Schwimmbädern, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Verzichten Sie bei der Fußpflege auf Hornhautraspel und spitze Schere. Um der Bildung von Blasen und Schrunden vorzubeugen und die Haut geschmeidig zu halten ausreichend fetthaltige Cremen auftragen.
  • Rauchen sie nicht, um einen zusätzlichen schädigenden Einfluss auf Ihre Gefäße zu vermeiden.
  • Füße tgl. mit lauwarmem Wasser waschen und trocknen Sie sie anschließend sorgfältig ab, vor allem auch zwischen den Zehen.
  • Tragen sie gut sitzende Strümpfe und wechseln Sie sie tgl.
  • Keine chemischen Mittel zur Entfernung von Hornschwielen oder Hühneraugen verwenden!
  • Nägel nur an der Kuppe, aber nicht an den Seitenteilen schneiden.
  • Tragen sie bequem sitzende Schuhe aus Leder, nicht aus Kunststoff.
  • Tragen sie Sandalen mit Zehenriemen.
  • Wenn Sie nicht gut sehen, lassen sie Ihre Füße öfter von einem Familienmitglied ansehen, die Nägel schneiden und vorsichtig die Hornhaut abfeilen.
  • Sagen Sie jedem Fußpfleger dass Sie Diabetiker sind.
  • Lassen Sie sich von professionellen Fußpflegern (Podologen) unterstützen.
  • Kontaktieren Sie bei Verletzungen oder Läsionen diabetische Fußambulanzen oder ÄrzteInnen mit Erfahrung bei der Behandlung eines DFS. Warten Sie keinesfalls zu!


Wichtig ist weiters bei einer manifesten Neuropathie das Schuhwerk 2-3 mal pro Tag zu wechseln um die Ausbildung von Druckstellen zu vermeiden. Ausserdem kann ein orthopädisch maßgeschneiderter Schuh sowohl für den Haus als auch Strassenbereich notwendig sein.




 bsn medical