|
Im allgemeinen umfasst eine Anamnese Risikofaktoren für Arteriosklerose oder die subjektiven Empfindungen einer sensorische Neuropathie wie brennende oder stechende Schmerzen, Parästhesien wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und Temperaturmissempfindungen oder Hyperästhesien. Bei Verdacht einer Neuropathie sollte ein Neurologe hinzugezogen werden, der mittels 10 g Monofilament die Berührungsempfindung und mittels der Rydel-Seiffer Stimmgabel die Vibrationsempfindung überprüft.
Weiters werden die Füße hinsichtlich - Haut (Integrität, Turgor, Schweißbildung)
- Muskelatrophie
- Deformitäten
- Temperatur
- Wundzustand -> Klassifizierung und
- Pulsstatus inspiziert und palpiert
Da die arterielle Durchblutungsstörung, wie eingangs schon erwähnt, zu den wichtigsten Ursachen für die Entstehung einer diabetischen Fußläsion gilt und maßgeblich ihre Abheilung bzw. das Behandlungsergebnis beeinflusst, sollte ein arterieller Status erhoben werden.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass tastbare Fußpulse eine PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) nicht ausschließen und ausserdem häufig eine Mediasklerose bei Diabetikern zu falsch hohen Dopplerdruckwerten führt. Wichtig ist auch anzumerken, dass bei Diabetikern bei gleichzeitig bestehender sensibler Neuropathie die klassische Schmerzsymptomatik der PAVK (Claudicatio intermittens, Ruheschmerz) häufig nicht vorhanden ist und somit eine PAVK maskieren kann. Ausserdem haben Patienten mit DFS und PAVK hinsichtlich Mortalität und ihres Schicksals ihre Extremität zu verlieren die schlechteste Prognose.
Klinische Merkmale des diabetischen Fußsyndroms (6) 
Klassifikation des DFS erfolgt in der Regel nach Wagner 
|