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last update: 22.06.2010

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Säureschutzmantel der Haut

Die Funktion des Säureschutzmantels wird seit ca. 100 Jahren diskutiert.


Die normale gesunde Haut des Erwachsenen, des Kleinkindes und des alten Menschen, weist einen sauren pH-Wert auf. Der physiologische pH-Wert der gesunden Haut wird mit Mittelwerten zwischen 5,4 bis 5,9 angegeben. (Haut ist sauer und daher leicht anfällig gegen alkalische Substanzen) In diesem pH-Bereich wird die Haut von einer normalen, atypischen Keimflora besiedelt und pathogene Keime werden an der Ausbreitung gehindert. Im Bereich der Achselhöhlen, der Analfalte und der Genitalien, also an Stellen, an denen auch reichlich apokrine Schweißdrüsen vorhanden sind, liegen dagegen pH-Werte von 6,5 vor. Diese Stellen werden als „physiologische Lücke“ im Säureschutzmantel der Haut bezeichnet, was eigentlich falsch ist da ein pH-Wert von 6,5 noch deutlich im sauren Bereich liegt. In den Finger- und Zehenzwischenräumen reagiert die Haut weniger sauer als am Unterarm, was die generelle Feststellung erlaubt, dass in intertriginösen Bereichen, also überall dort, wo Haut auf Haut zu liegen kommt, höhere pH-Werte vorliegen als an freien Hautstellen.


Durch einen Anstieg des pH-Wertes in den alkalischen Bereich – zum Beispiel durch häufige Benutzung von Seifen – wird das physiologische Gleichgewicht der Haut gestört. Liegt der pH-Wert für längere Zeit in einem höheren als dem physiologischen Bereich, führt dies zu einer Funktionseinschränkung des bakteriellen Verteidigungssystems der Haut. Infektionen können entstehen

 

  • Durch zu häufiges Waschen oder der Verwendung von stark alkalischen Seifen oder Waschzusätzen kann die Pufferkapazität der Haut beeinträchtigt werden.

  • Die Bestimmung des pH-Wertes der Haut gibt keine Aussage über das Alkalineutralisationsvermögen der Haut.

  • Kleinkinder und alte Menschen weisen generell eine verminderte Alkalineutralisationsfähigkeit auf und sind deshalb durch die Einwirkung von alkalischen Lösungen wie z.B. Seifen besonders gefährdet. Die Gefährdung ergibt sich aus dem Umstand, dass bei Kleinkindern die Talgdrüsenfunktion noch nicht vollständig ausgebildet ist und bei älteren Personen deutlich reduziert ist.




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