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Klaus Bandl, Susanne Langer
Die Laserwirkung auf Zellebene beruht auf Aktivierung von Zellorganellen, den Mitochondrien, Ribosomen, dem endoplasmatischen Retikulum und dem Golgi-Apparat. Mitochondrien kommen in allen Zellen des Körpers vor und dienen der Energiegewinnung, von der alle Stoffwechselprozesse der Zelle abhängig sind. Mitochondrien werden daher auch gerne als "Kraftwerke" der Zelle bezeichnet. Die Energie liefern sie, indem sie bestimmte Stoffwechselprodukte mit Hilfe von Sauerstoff "verbrennen" und dabei so genannte energiereiche Phosphate bilden.
Um eine gute Wirkung des Lasers zu erzielen, sind drei Dinge wichtig:
- gutes Wissen von Seiten des Therapeuten,
- ein gutes Laserinstrument der richtigen Laserwellenlänge sowie
- eine korrekte Diagnose.
Leider gibt es häufig Therapeuten, denen es nicht nur an medizinischen Kenntnissen fehlt, sondern oft nicht einmal wissen, welchen Lasertyp sie besitzen, was mit Wellenlänge oder Leistungseffekt gemeint ist oder was eine Behandlungsdosis ausmacht.
Die Auswahl von Laser erfolgt nach Lokalisation und nach Problem. Die Dosis, gemessen in Joule, wird je nach Problem - akut oder chronisch, oder verwendetem Laser zwischen 1 Joule und >50 Joule/cm2. 1 Joule = 1 Watt/sec (Dosis = Leistung x Zeit)
Die Anwendung der Lasertherapie ist nur nach schriftlicher ärztlicher Verordnung gestattet. Die Behandlung wird statisch, dynamisch oder eine Kombination von beiden durchgeführt. Bei der statischen Behandlung wird der Laser entweder direkt oder knapp über Hautniveau angewandt. Dies macht man dann, wenn man spezielle Schmerzpunkte oder kleine Areale „bestrahlen“ möchte. Die dynamische Behandlung wird beim „Bestrahlen“ von (Wund)Flächen oder größeren Arealen angewandt. Dabei wird die Wunde oder das Gebiet (z.B. bei Kreuzschmerzen knapp über Hautniveau) bestrahlt. Um verschiedene Eindringtiefen zu erreichen, wird die Dosis adaptiert. Durch die lokale Anwendung kann es sein, dass durch die Wirkung des Lasers (durchstarten der Mitochondrien – Stoffwechsel der Zelle), Stauungsschmerzen entstehen, die man über das Energieleitsystem lösen kann.
Es werden mitunter die Laser unter APM Kriterien (APM = Akupunktmassage) angewandt. Dadurch erreicht man eine um 30% bessere Wundheilung. Die Patienten haben deutlich weniger Schmerzen. Auch wird das Problem „Juckreiz“ positiv beeinflusst.
Um Laser anwenden zu dürfen, bedarf es eines Kurses (Laserschutzbeauftragter Klasse IIIb oder Klasse IV) welcher bei AUVA, Ausbildungen des Wundmanagements, Akupunktmassage und auch von den Vertriebsfirmen der Lasergeräte angeboten wird.
Wenn das Ziel Schmerzreduktion ist, stellt sich der Erfolg in den meisten Fällen sofort ein. Die Anwendung des Lasers unter den energetischen Richtlinien der APM, hat die „Erfolgsrate“ deutlich erhöht.
Die Anwendung der Lasertherapie, wird als Begleitmaßnahme zur Wundversorgung und Anwendung bei verschiedenen Schmerzsituationen angeboten und wird nach schriftlicher ärztlicher Anordnung als wesentlicher Bestandteil der Therapie praktiziert.
Literaturnachweis: S.Langer, (2004) "Low Level Lasertherapie bei chronischen Wunden" K.Bandl, (2005), "Lasertherapie und Wundversorgung" |